1. Vorbereitung des Werkstücks
- Entfetten: Chemisch oder elektrolytisch, bis die Oberfläche völlig fettfrei ist.
- Beizen: Konditionierer, um Oxide zu entfernen.
- Abspülen: Gründlich mit VE-Wasser oder Leitungswasser spülen, damit keine Säurereste ins Kupferbad verschleppt werden.
2. Abscheidung im alkalischen Kupferbad
- Zweck: Dünne Haftschicht auf dem unedlen Grundmaterial.
- Bedingungen:
Schichtdicke nur 1-3 µm (nicht dicker, sonst steigt die Gefahr des Abblätterns). - Gleichmäßige Stromdichte einhalten, lieber etwas niedriger starten.
- Bedingungen:
- Abspülen: Direkt nach dem Prozess gründlich abspülen.
3. Abscheidung im sauren Glanzkupferbad
- Übergang: Werkstück nach dem Abspülen ins Glanzkupferbad überführen.
- Stromführung:
- Zunächst mit niedriger Stromdichte starten, damit die Schicht fein und haftfest anzieht.
- Danach langsam auf die normale Arbeitsstromdichte hochfahren.
- Schichtdicke: Beliebig aufbauen, je nach dekorativem oder funktionalem Bedarf.
Fehler:
Zu dicke alkalische Kupferschicht: Der Zweck der alkalischen Kupferschicht ist eigentlich nur, eine dünne, haftfähige Sperrschicht zu bilden. Eine zu dicke Schicht kann Spannungen erzeugen und später abplatzen.
Falsche Badparameter: Stromdichte oder Spannung zu hoch beim Start im Glanzkupfer - die noch nicht perfekt leitfähige Oberfläche bekommt „Brenner“ oder eine gestörte Kristallstruktur, die sich ablöst.